Drehen

Beim Drehen handelt es sich um ein zerspanendes Fertigungsverfahren. Die Werkstücke werden entweder auf konventionellen Drehmaschinen oder auf CNC-Drehmaschinen hergestellt. Während sich die CNC-Drehmaschine in erster Linie für die Massenproduktion eignet, werden vor allem einfache Einzelstücke auf der konventionellen Drehmaschine hergestellt.

CNC-Drehmaschinen produzieren die Werkstücke nach einem vorgegebenen Programm. Der Bediener hat im Endeffekt nur noch eine kontrollierende Funktion. Selbst Werkzeugwechsel können bei CNC-Maschinen automatisch ausgeführt werden. Bei konventionellen Drehmaschinen werden die Einstellungen wie z.B. Drehtiefe vom Maschinenbediener selbst eingestellt.

Als Werkzeuge werden beim Drehen sogenannte Drehmeißel eingesetzt. Diese sind entweder aus Hochschnellschnittstahl (HSS) hergestellt, oder bestehen aus einem Meißelhalter, auf dem eine Schneidplatte aus Hartmetall oder Keramik angebracht ist. Drehmeißel gibt es in verschiedenen Formen und Ausführungen. Man unterscheidet beispielsweise Längs-, Plan-, Innen- und Formdrehmeißel. Auch Bohrer (Spiral- oder Zentrierbohrer) werden als Werkzeuge verwendet.
Um eine höhere Standzeit (Haltbarkeitsdauer der Werkzeuge) zu erreichen, wird vor allem bei der Arbeit mit HSS-Meißeln und –Bohrern ein Kühlschmiermittel verwendet, um ein Ausglühen der Schneiden zu verhindern. Ob, bzw. welches Kühlschmiermittel verwendet wird, hängt nicht nur vom Werkzeug, sondern auch vom zu bearbeitenden Werkstoff ab. So verwendet man beispielsweise bei Aluminiumteilen hauptsächlich Spiritus. Messingteile werden auch bei der Bearbeitung mit HSS-Meißeln gar nicht gekühlt.

Beim Drehen werden verschiedene Stoffe bearbeitet

Auf Drehmaschinen lassen sich verschiedene Materialien verarbeiten. Die häufigsten Drehteile werden aus verschiedenen Stahlsorten oder Nichtmetallen (z.B. Aluminium) hergestellt. Es ist jedoch auch möglich einige Kunststoffarten auf einer Drehmaschine zu bearbeiten, z.B. Polyamid.

Der Rohling des Werkstücks wird in einem Spannfutter eingespannt. Am häufigsten findet man hier das „3-Backenfutter“, bei dem drei Spannbacken durch einen Schlüssel verstellt werden und so das Werkstück festklemmen. Der Meißel sitzt in einer Halterung, die auf dem sogenannten Schlitten montiert ist.
Durch den Antrieb wird das eingespannte Werkstück in eine drehende Bewegung versetzt. Der Schlitten fährt nun, je nach Aufgabe, in Längs- oder Querrichtung am Werkstück entlang (Längs- und Plandrehen). Wie schnell der Meißel seine Bewegung ausführt hängt vom Vorschub ab, der einstellbar ist. Bei CNC-Maschinen werden der Vorschub, die Drehzahlen und alle weiteren Parameter vom Programm bestimmt.

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