Kupferblech
Kupferblech ist ein Werkstoff, welcher durch Walzen hergestellt wird. Seine Verwendung findet dieser Werkstoff innerhalb der Dachentwässerung, beim Decken von Dachflächen, für Dachklempnerarbeiten und weiterem. So können beispielsweise aus Kupferblech auch Fallrohre oder Darinnen hergestellt werden. Man findet es aber auch bei Abdichtungen oder bei Wetterhähnen. Aufgrund seiner Langlebigkeit sind Kupferbleche schon seit mehr als 200 Jahre bei Architekten und Bauherren besonders beliebt. Innerhalb nur weniger Stunden bildet das metallblanke Kupfer an der trockenen Luft einen Kupferoxid-Film. Allerdings stabilisiert dieser Film die Oberfläche von Kupfer schon merklich gegen die Einwirkungen der Atmosphäre. Eine weiterhin langsame Bildung der Oxidschicht, die infolge der Reaktion des Kupfers mit Luftsauerstoff, aggressiven Luftinhaltsstoffen und Feuchtigkeit auftritt, lässt dann allmählich eine gleichmäßige braune Färbung entstehen.
Dabei verliert die Oberfläche des Kupfers zunehmend an ihrem metallischen Glanz. So wird die brauen Färbung zunehmend dunkler und im Laufe der Zeit geht diese dann in anthrazitbraun über. Hierbei handelt es sich im Allgemeinen dann um den farblichen Endzustand an Gebäudeflächen wie beispielsweise der Außenwandbekleidung. Dies gilt allerdings nur für senkrechte Gebäudeflächen. Geneigte Dachflächen verändern ihre Schutzschicht farblich sogar noch weiter. Hier ist die Farbveränderung erst erreicht, sobald das für Kupfer typische Patinagrün erreicht worden ist. Diese Weiterentwicklung kommt von der deutlich längeren Verweilzeit der Niederschläge auf den geneigten Dachflächen und somit mit der damit verbundenen verstärkten Bildung von basischen Kupferbindungen. Es handelt sich dabei nicht um den so oft genannten Grünspan. Denn dieser kann nur in Zusammen mit Essigsäure entstehen, welche in unserer Atmosphäre nicht vorkommt. Zudem wäre Grünspan auch wasserlöslich und würde diese schützende Funktion einer Schutzschicht keinesfalls übernehmen können.
Kupfer ist sehr wärmeleitfähig
Wegen ihrer guten Wärmeleitfähigkeit wurden früher Töpfe und Pfannen aus besonders dicken Kupferblechen hergestellt. Auch heute noch werden große Kupfergefäße und Kupferleitungen in Brauereien, bei der Käseherstellung und in Destillerien im großen Stil verwendet. Würde man ein Zink- oder Kupferblech in eine milde Säure, wie beispielsweise Zitronensäure eintauchen, würde ein galvanisches Element entstehen, welches dann exakt 1 Volt an Spannung erzeugen kann.
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