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Welche Werkstoffe können lasergehärtet werden und warum?

Laserhärten eignet sich vor allem für härtbare Eisenwerkstoffe: unlegierte und legierte Vergütungsstähle wie C45, C60 oder 42CrMo4, Werkzeugstähle wie 90MnCrV8, martensitische Edelstähle sowie geeignete Gusseisensorten. Diese Werkstoffe sind geeignet, weil sich ihre erhitzte Randschicht beim schnellen Abkühlen in harten Martensit umwandelt. Dafür sind ein ausreichender Kohlenstoffgehalt min. 0,3 % und eine entsprechende Härtbarkeit erforderlich. Niedriggekohlte Baustähle erreichen meist keine ausreichende Härtesteigerung. Aluminium, Kupfer und austenitische Edelstähle wie 1.4301 oder 1.4404 eignen sich nicht für das klassische Laserhärten, da bei ihnen keine entsprechende Martensitbildung stattfindet.

Diese Werkstoffe lassen sich laserhärten:
Grundsätzlich wichtig: Für eine ausreichende martensitische Härtung muss genügend Kohlenstoff vorhanden sein. Bei etwa > 0,3 % wird Laserhärten interessant. 

- C45
- C55
- C60
- 42CrMo4
- 50CrMo4
- 16MnCr5
- 100Cr6
- 90MnCrV8
- 1.2379
- 1.2344
- 1.2311
- 1.4021
- 1.4034
- 1.4112


Typische Bauteile, die sich laserhärten lassen: 

- Zahnräder
- Wellen
- Nocken
- Lager- und Wellensitze
- Führungsflächen
- Werkzeugflächen
- Verzahnungen

Der große Vorteil ist, dass nur die benötigte Funktionsfläche gehärtet wird. Das Bauteil muss nicht komplett erwärmt werden. Dadurch entstehen im Vergleich zum gewöhnlichen Randschichthärten häufig geringere Verzüge und es lassen sich Bereiche bearbeiten, die bei einer kompletten Wärmebehandlung problematisch wäre.