Wie funktioniert Laserbeschriftung?
Das Laserbeschriften (auch Lasergravieren oder Laserkennzeichnen) ist ein kontaktloses Verfahren, bei dem ein Laserstrahl gezielt Material an der Oberfläche verändert, um dauerhafte Markierungen – wie Texte, Seriennummern, Logos oder QR-Codes – zu erzeugen.
Grundprinzip
Ein Laserstrahl wird mithilfe von Spiegeln oder Scannern präzise über die Oberfläche eines Werkstücks geführt.
Je nach Material und Lasertyp kann der Laser:
- Material abtragen (Gravur),
- Farbe oder Struktur verändern (Anlassen, Aufschäumen, Carbonisieren),
- oder eine Mikroverformung hervorrufen.
Das Ergebnis ist eine dauerhafte, kontrastreiche Markierung, ohne dass Tinte, Chemikalien oder Etiketten benötigt werden.
Ablauf des Prozesses
Laserquelle erzeugt gebündeltes Licht (z. B. Faserlaser, CO₂-Laser, UV-Laser). Strahl wird über Galvanometerspiegel gelenkt,
die ihn schnell über die Oberfläche bewegen. Laserenergie wirkt lokal ein → Materialreaktion → sichtbare Markierung entsteht.
Der Prozess ist digital gesteuert, oft über CAD/CAM-Daten oder eine Seriennummernsoftware.
Vorteile
- Dauerhafte, abriebfeste Markierungen
- Sehr präzise und feine Strukturen möglich (z. B. QR-Codes)
- Berührungslos → kein Werkzeugverschleiß
- Keine Verbrauchsmaterialien (wie Tinte oder Etiketten)
- Schnell und automatisierbar
- Umweltfreundlich, da keine Chemikalien nötig sind
Nachteile
- Hohe Investitionskosten für die Anlage
- Sicherheitsmaßnahmen (Laserklasse 4, Schutzbrille, Gehäuse)
- Nicht jedes Material reagiert gleich gut (je nach Absorption)
Typische Anwendungen
- Seriennummern, QR- oder Datamatrix-Codes auf Metallteilen
- Typenschilder, Werkzeuge, Leiterplatten
- Schmuckgravuren, Tastenbeschriftung
- Medizinische Instrumente (fälschungssichere IDs)
