Wie fräst man Aluminium?

Die Wahl des Fräsers ist beim Fräsen von Aluminium ist eine der wichtigste Fragen überhaupt. Hier kommt es hauptsächlich auf die Anzahl der Schneiden an, die je nach Härte des Aluminiumwerkstoffs ausgewählt werden müssen. Grundsätzlich lässt sich sagen: Je weicher das Aluminium, desto größer ist die Gefahr des des Verstopfens des Fräswerkzeugs und damit verringert sich auch die Vorschubkraft beim Fräsen.

Dies ist insbesondere bei reinem Aluminium der Fall - ein Werkstoff, der sich in Reinform nur schlecht gut zerspanen lässt. In diesem Fall oder auch bei anderen weichen Legierungen ist ein Einschneider am besten geeignet. Hier ist die Gefahr des „Anbackens“ von Spänen am geringsten. Mittelharte Aluminiumlegierungen lassen sich mit Zweischneidern gut bearbeiten und für harte bis sehr harte Legierungen empfiehlt sich der Dreischneider.

Schnittgeschwindigkeit und Vorschub

Das Aluminium kann beim Fräsen – anders als Materialien wie Stahl oder anderen Werkstoffen – weich werden, wodurch das Schneidwerkzeug verklebt und die Spanabfuhr beeinträchtigt ist. Infolgedessen verstopft der Spanraum und es können keine neuen Späne mehr geschnitten werden. Die Oberflächedes Frästeils wird somit unbrauchbar und das Fräswerkzeug bricht.

Harte Aluminiumlegierungen lassen sich hingegen am besten fräsen. Bei der Wahl der richtigen Schneidenform ist ein Stirnanschliff hierfür optimal. Für weicheres Aluminium ist hingegen der Fischschwanzanschliff eher geeignet. Die Schnittgeschwindigkeiten liegen indes bei 100 bis 500 m/min - abhängig vom Schneidendurchmesser und dem daraus resultierenden Vorschub.

Arbeiten Sie bei einem Schneiderdurchmesser von 2-4 mm also mit einem Vorschub von 0,04. Liegt der Schneiderdurchmesser bei 5 bis 8 mm, so erhöht sich der Vorschub auf 0,05, während er bei Schneidendurchmessern von 9-12 mm auf 0,10 steigt. Hartes Aluminium wird mit Schnittgeschwindigkeiten von 100 bis 200 m/min und gleichem Vorschub wie bei weichem Aluminium bearbeitet.
 

« zurück zur Übersicht