Wie werden Halbzeuge hergestellt?

Der erste Schritt zur Herstellung von Halbzeugen ist ein Urformverfahren. Dieses in der DIN 8580 festgehaltene Fertigungsverfahren beschreibt die Herstellung eines festen Körpers aus einem losen Stoff. In der Produktion von metallischen Halbzeugen sind das meist Barren oder Stangen, die wiederum aus flüssigen Metallen gegossen werden. In dieser Erstform werden in der Regel die Legierung und die Güte des Metalls festgelegt. So werden beispielsweise in einem Hochofen Eisenerze ausgeschmolzen und das daraus gewonnene Roheisen zu Stahl veredelt. Der Stahl wird zu Stangen oder Barren mittels verschiedener Gießverfahren geformt und anschließend weiter zu Halbzeugen verarbeitet. Wiederum besteht hier üblicherweise ein arbeitsteiliges Verfahren verschiedener Unternehmen. Die eigentliche Herstellung von metallischen Halbzeugen erfolgt durch Walzen oder Strangpressen. Diese umformenden Verfahren stellen die Basis für weitergehende Arbeitsschritte dar. Zudem kann das Walzen oder das Strangpressen Einfluss auf die Qualität des Halbzeuges nehmen. Gerade beim Kalt- oder Warmwalzen von Blechen verändert sich durch Erwärmungs- und Abkühlungsphasen das Gefüge des Metalls. Genauso verhält es sich mit den Aluminiumlegierungen, aus denen Halbzeuge geformt werden. Während sich das Walzen auf die Herstellung von Blechen und Platten in unterschiedlichen Stärken konzentriert, werden im Strangpressverfahren eine Vielzahl unterschiedlichster Profile produziert, die die Basis für unzählige Endprodukte darstellen. Heute besteht kaum eine Maschine oder ein Gerät, in dem nicht ein Teil eines Halbzeuges verbaut ist, sei es in Form eines Bleches, das etwa gestanzt und beschichtet wurde oder eines bestimmten Profils, das eine genau spezifizierte Aufgabe übernimmt.

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