Woraus bestehen Halbzeuge?

Halbzeuge gibt es in mehr als 1000 verschiedenen Ausführungen. All die Rohre, Stangen, Bleche Bänder, und Drähte unterliegen internationalen Normen, in denen neben Maßvorgaben auch die spezifischen Eigenschaften des Werkstoffs festgelegt sind. Je nach Anwendung kommen verschiedene Metalle in Frage, aus denen die Halbzeuge bestehen. Die dazu am häufigsten verwendeten Werkstoffe sind:
 

  • Aluminium
  • Bronze
  • Kupfer
  • Messing
  • Stahl


Zur Weiterverarbeitung der Halbzeuge werden unter anderem spanende Fertigungsverfahren angewandt, wie etwa das Drehen, Fräsen, Schleifen und Bohren. In Kombination mit modernster CNC-Technologie stehen mit diesen klassischen Verfahren völlig neue Möglichkeiten zur Verfügung. Computergesteuert kann somit ein Höchstmaß an Präzision und Schnelligkeit erreicht werden. 

Unterschiedliche Materialien für verschiedene Halbzeugarten

Bei Halbzeugen, die aus Aluminium bestehen, sind generell all die genannten Verfahren anwendbar. Man erreicht hierbei sehr hohe Schnittgeschwindigkeiten, da wesentlich niedrigere Schnittkräfte erforderlich sind, als es etwa bei Stahl der Fall ist. Aluminium-Halbzeuge verfügen außerdem über eine geringe Dichte, was sich unter anderem kostensenkend auf die Montage oder auch den Transport auswirkt. Legierungen aus Kupfer und Zinn werden im Allgemeinen als Bronze bezeichnet - ein beliebtes Metall für Halbzeuge. Allerdings ist Bronze im eigentlichen Sinne eine Legierung aus Kupfer mit anderen Metallen, außer jedoch mit Zink. Dann ist von Messing die Rede. Abhängig von der Zusammensetzung werden die Legierungen, aus denen Halbzeuge gefertigt sein können, unterschiedlich charakterisiert, zum Beispiel Zinnbronze, Bleibronze oder Siliciumbronze. Zinnbronze ist als Halbzeug aufgrundseiner hohen Festigkeit und Härte beliebt, die bei steigendem Zinngehalt zunimmt.

Halbzeuge aus Kupfer

Wie auch Bronze zeichnet sich dessen Grundmaterial Kupfer durch eine hervorragende Dauerschwingfestigkeit, aus. Halbzeuge aus dem rötlichen Metall sind darüber hinaus auch leicht verformbar und beständig gegen vielerlei Einflüsse, zum vieler Laugen und Säuren, Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen. Sie werden sehr häufig in Form von Bändern, Blechen, Platten, Rohren oder auch Drähten geliefert. Die elektrische Leitfähigkeit sowie die hervorragende Wärmeleitfähigkeit sind dabei nur zwei der vielen Eigenschaften, für die das Halbzeug aus diesem Material so gefragt ist. Messing ist ebenfalls eine Legierung, die auf Kupfer basiert und für die Fertigung von Halbzeugen verwendet wird. Je nach eventuellen Zusätzen weiterer Metalle, zum Beispiel Blei, Aluminium und anderen, werden entsprechende Veränderungen in der Festigkeit, Korrosionsbeständigkeit, Zerspanbarkeit sowie der Gleit- und Verschleißeigenschaften erzielt. Je nach Halbzeug kommen unterschiedliche Fertigungsverfahren zum Einsatz. So werden Bleche oder Bänder gewalzt, während für Rohre, Drähte und Profile das Strangpressverfahren angewandt wird.

Halbzeuge auch aus Nicht-Metallen

Stahl ist einer der am häufigsten verwendeten Metallwerkstoffe und ist nach allgemeiner Definition eine Eisen-Kohlenstoff-Legierung mit einem niedrigeren Anteil als 2,06 % Kohlenstoff. Stahl kann an eine große Anwendungsbandbreite angepasst werden: Weich und leicht verformbar, etwa für Bleche, oder sehr hart und stabil, zum Beispiel für Stangen und Rohre. Ganz abseits von Metallen gibt es auch Halbzeuge, die aus Kunststoff bestehen, wie zum Beispiel aus Thermoplasten, Europlasten oder Elastomeren.